Logopädie
Logopädische Arbeit an unserer Schule
Kommunikation ist eine grundlegende Voraussetzung für Lernen, Beziehungsgestaltung und Teilhabe. Sie ermöglicht es, Bedürfnisse auszudrücken, mit anderen in Kontakt zu treten und das eigene Leben aktiv mitzugestalten.
Kinder und Jugendliche, die in ihrer sprachlichen oder kommunikativen Entwicklung eingeschränkt sind, sehen sich im Schulalltag mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. Die logopädische Arbeit hilft ihnen, ihre individuellen Ausdrucksmöglichkeiten zu erweitern und ihre Teilhabe am schulischen und alltäglichen Leben zu verbessern.
Die logopädische Versorgung erfolgt durch die Logopädische Praxis Sarah Schaper (Nordkirchen) als externe Kooperationspartnerin der Schule. Die Praxis ist seit 2012 an der Maximilian-Kolbe-Schule tätig.
Unser Team
„Zusammenkunft ist ein Anfang, Zusammenhalt ist ein Fortschritt. Zusammenarbeit ist Erfolg.“
Wir sind ein engagiertes und gut eingespieltes Team, das nach aktuellen Richtlinien arbeitet und seine Kompetenzen durch regelmäßige Fortbildungen erweitert.
Wir arbeiten eng mit Ihnen als Eltern, den Wohngruppen, Lehrkräften, Integrationsfachkräften, Physio- und Ergotherapeut:innen, Ärzt:innen sowie Kolleginnen und Kollegen anderer Fachrichtungen, z. B. dem UK-Fachdienst der Schule, und mit Hilfsmittelfirmen zusammen, um unsere Patientinnen mit elektronischen Kommunikationshilfen (u.a. Talkern) zu versorgen.
Für wen ist Logopädie sinnvoll?
Logopädie unterstützt Menschen jeden Alters, bei denen Sprach-, Sprech-, Stimm-, Hör-, Schluck- und Kommunikationsstörungen diagnostiziert wurden – auch im Rahmen von Syndromen und/oder degenerativen Erkrankungen. Diese können mit geistigen und/oder körperlichen Beeinträchtigungen einhergehen.
Wir arbeiten logopädisch mit nicht sprechenden Kindern und Jugendlichen, mit und ohne elektronische Kommunikationshilfen. Oft regen wir die Ausstattung mit Kommunikationshilfen an. Zu unseren Patienten gehören Kinder und Jugendliche, die Laute fehlbilden, stottern oder poltern, Hörstörungen zeigen, mit eingeschränktem Wortschatz oder Sprachverständnisproblemen kommunizieren, grammatische Förderung benötigen oder bei denen Beeinträchtigungen der Gesichts- und Mundmotorik zu Kau- und Schluckstörungen führen. Auch Kinder und Jugendliche, die eine Trachealkanüle tragen, sowie Schülerinnen und Schüler mit Lese- und Rechtschreibproblemen gehören zu unseren Patienten.
Wir bieten
An der Schule führen wir in erster Linie Einzeltherapie durch. Jede Schülerin und jeder Schüler wird dabei kontinuierlich von einer festen Therapeutin oder einem festen Therapeuten behandelt und begleitet. Die Therapie findet in der Regel ein- bis zweimal pro Woche in unseren Therapieräumen auf dem Schulgelände statt.
Dazu setzen wir verschiedene logopädische Konzepte, Methoden und Hilfsmittel ein, darunter:
- Castillo Morales / Brondo
- Padovan
- Wilbarger
- NFT
- F.O.T.T.
- PNF
- Zollinger
- Motsch
- TAKTKIN®
- Gebärdensystem nach Kestner
- Gespenst-Konzept (für Kinder mit Autismus-Spektrum-Störungen)
- Einsatz elektronischer Hilfsmittel (z. B. Novafon, Go Talk, Sprechende Taster, IPads mit Quasselkiste 60 o.ä.)
Ablauf der Therapie
1. Kontaktaufnahme & Organisation
Die Anmeldung erfolgt über die Klasse oder telefonisch bei der Praxis.
2. Terminvergabe
Wir vereinbaren einen Termin oder setzen Ihr Kind bei Bedarf auf die Warteliste. Sobald ein Therapieplatz verfügbar ist, wird die ärztliche Verordnung benötigt.
3. Diagnostik & Zielplanung
Nach dem ersten Kennenlernen führen wir eine Anamnese und Diagnostik durch. Auf dieser Basis werden individuelle Förderziele festgelegt.
4. Therapiestart
Die Therapie erfolgt regelmäßig, in der Regel einmal pro Woche. Die Kinder werden aus der Klasse, Kita oder Wohngruppe abgeholt.
5. Rückmeldung & Anpassung
Während der Therapie finden laufende Entwicklungsgespräche statt; die Ziele werden bei Bedarf angepasst.

