Geschichte

Vor langer Zeit in Nordkirchen...

Die Geschichte der heutigen Maximilian-Kobe-Schule ist eng mit der Tradition der Kinderheilstätte verbunden, die als soziale Einrichtung auf eine über 450-jährige Vergangenheit zurückblickt. Am 20. Dezember 1556 gründete der Ritter Gerhard von Morrien eine Armenstiftung. Im Jahr 1730 beschloss Ferdinand von Plettenberg den Bau eines Armenhauses in Nordkirchen, das in den Jahren 1730 bis 1732 von Johann Conrad Schlaun errichtet wurde.

Rund 150 Jahre später wurde das Armenhaus zu einem Krankenhaus umgebaut. Einen ersten Bildungsauftrag erhielt die Stiftung im Jahr 1891 mit der Gründung und Eröffnung einer „Kinderbewahrschule“. Am 1. November 1921 wurde das gesamte Stiftungsvermögen dem Caritasverband für die Diözese Münster e. V. übertragen. In den folgenden Jahren führten umfangreiche Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen zur Entwicklung eines Fachkrankenhauses für tuberkulosekranke Kinder und Jugendliche. In dieser Zeit entstand auch der Name „Kinderheilstätte“.

Ein entscheidender Wandel für die heutige Maximilian-Kobe-Schule erfolgte im Jahr 1965, als sich die Kinderheilstätte vom Tuberkulose-Krankenhaus zu einer Einrichtung der Behindertenhilfe entwickelte. In diesem Zusammenhang entstand eine Tagesbildungsstätte, die den Grundstein für die schulische Förderung legte. Am 16. März 1965 wurden die ersten Kinder mit Behinderungen aufgenommen. Die letzten Patientinnen und Patienten mit Tuberkulose-Erkrankungen verließen die Einrichtung am 12. Januar 1968.

Im Jahr 1977 wurde die Tagesbildungsstätte in eine Sonderschule umgewandelt. Mit der Erweiterung zur Schule für Körperbehinderte im Jahr 1996 wurde das schulische Angebot weiter ausgebaut. Einen wichtigen Meilenstein stellte schließlich der 1. August 2005 dar: Die Schule wurde von einer Sonderschule in eine Förderschule mit den Förderschwerpunkten geistige Entwicklung sowie körperliche und motorische Entwicklung umbenannt.

Heute steht die Maximilian-Kobe-Schule für eine ganzheitliche, individuelle Förderung und bietet Kindern und Jugendlichen einen verlässlichen Lern- und Lebensraum, in dem sie angenommen, begleitet und gefördert werden.

Orden der Heiligen Maria Magdalena Postel

Seit der Umwandlung der Einrichtung zum Krankenhaus im Jahr 1893 sind die Schwestern vom Orden der Heiligen Maria Magdalena Postel – kurz Heiligenstädter Schulschwestern – in der Kinderheilstätte tätig. Bis heute sind die Schwestern mit der Einrichtung eng verbunden und wirken nach ihren Möglichkeiten in den Förderbereichen mit.

Mehr Informationen zur Ordensgemeinschaft erhalten Sie unter www.smmp.de.