
Sprache und Kommunikation / Lesen und Schreiben
Der Deutschunterricht fördert das Sprechen, Zuhören, Lesen und Schreiben. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten mit Texten, Medien und digitalen Kommunikationsgeräten. In der Primarstufe wird der Leselehrgang „Klick!” verbindlich genutzt, ergänzt durch Lautgebärden und Anlauttabellen. Der Unterricht ist handlungsorientiert, vielfältig gestaltet und passt sich den unterschiedlichen Lernniveaus an. In der Sekundarstufe I und II findet der Unterricht in leistungsdifferenzierten Kursen statt.
Der Unterricht basiert auf dem schulinternen Lehrplan und den nordrhein-westfälischen Vorgaben für den Bildungsgang „Geistige Entwicklung” im Aufgabenfeld „Sprache und Kommunikation”.
Der Medienraum Deutsch und die Schülerbücherei bieten eine große Auswahl an Büchern, Materialien und digitalen Medien. Die Klassenräume sind mit Bildschirmen und iPads ausgestattet, sodass Inhalte auf moderne und digitale Weise vermittelt werden können.
Die Fachkonferenz organisiert jedes Schuljahr Vorleseaktionen für die Primarstufe. Ältere Schüler:innen gestalten und präsentieren dazu handlungsorientierte Vorlesebeiträge.
Evaluation des Leselehrgangs Klick!
Sichtung und Anschaffung von digitalen Lernhilfen (z.B. Digitaler Lerntrainer, Vorlesestift)
Fortbildung des Kollegiums durch die Präsentation von Unterrichtsreihen
Der Sachunterricht unterstützt Schülerinnen und Schüler dabei, ihre Lebenswelt zu verstehen, sich in ihr zu orientieren und sie aktiv mitzugestalten. Er umfasst Inhalte aus den Bereichen Biologie, Chemie, Physik, Erdkunde, Geschichte und Politik. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit wichtigen Themen wie Umwelt, Frieden oder Medien auseinander und lernen, verantwortungsvoll mit ihrer natürlichen und sozialen Umwelt umzugehen. Der Unterricht knüpft an konkrete Erfahrungen an, fördert Ganzheitlichkeit und stärkt Solidarität sowie soziale Kompetenzen.
Der Unterricht basiert auf dem „Curriculum für die Schule für Geistigbehinderte“ sowie einem schulinternen Leitfaden mit verbindlichen Themen für alle Stufen. Dieser wurde insbesondere im Hinblick auf Nachhaltigkeit, digitale Medien und Politik aktualisiert. Mit der Einführung der neuen Unterrichtsvorgaben NRW wird diese Grundlage überarbeitet und in den schuleigenen Lehrplan integriert.
Die Schule verfügt über eine gut ausgestattete „Lernwerkstatt Sachunterricht“ mit Themenkisten und Einzelmaterialien wie Lupen, Globen, Mikroskope und einen Torso. Zusätzlich wurden zahlreiche handlungsorientierte Materialien angeschafft, darunter Experimentierkoffer zu den Themen „Schwimmen und Sinken“, „Magnetismus“ und „Strom“ sowie Lernroboter, zum Beispiel die „Beebots“.
Die Fachkonferenz ergänzt kontinuierlich aktuelle und für die Schüler relevante Medien. Im Schuljahr 2019/20 wurde die Schule als „Verbraucherschule NRW ” in Bronze ausgezeichnet. Im Schuljahr 2023/24 findet erstmals ein Projekttag zum Thema „Experimente” mit altersgerechten Schwerpunkten für die Primarstufe und die Sekundarstufe I statt.
Aktualisierung des schulweiten Themenleitfadens
Ausbau der Lernwerkstatt mit neuen Experimentier- und Forschungsmaterialien
Anerkennung als Verbraucherschule NRW (Bronze)
Unterstützte Kommunikation
Unterstützte Kommunikation hilft Schülerinnen und Schülern mit Beeinträchtigungen, ihre Verständigung zu verbessern und aktiver am schulischen Alltag teilzunehmen. Für jedes Kind werden passende Kommunikationsformen ausgewählt – von Symbolen und Gebärden bis hin zu elektronischen Kommunikationsgeräten. Das Ziel besteht darin, die individuellen Ausdrucksmöglichkeiten zu erweitern, die Selbstbestimmung zu fördern.
Der Unterricht basiert auf dem schulinternen Lehrplan für den Bereich Unterstützte Kommunikation und den nordrhein-westfälischen Vorgaben für den Bildungsgang „Geistige Entwicklung” im Aufgabenfeld „Sprache und Kommunikation”.
Die Schule verfügt über eine umfangreiche UK-Mediathek mit Kommunikationsgeräten, einfachen Sprachausgabegeräten, Metacom-Symbolmaterialien, Gebärdenhilfen sowie angepassten Bilder- und Liedermappen. Darüber hinaus stehen digitale UK-Apps und IPads zur Verfügung.
Diagnostikverfahren wie das COCP und die Einschätzung nach Irene Leber helfen dabei, individuelle Kommunikationssysteme zu entwickeln. UK-Kurse fördern gezielt den Aufbau kommunikativer Fähigkeiten. Die Schule ist Mitglied der Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation (GesUK) und arbeitet eng mit der Kinderheilstätte zusammen. Diese bietet Workshops, Diagnostik und Beratung an.
Entwicklung verbindlicher Standards (z. B. Symbole, Gebärden, Ich-Bücher)
Regelmäßige Fortbildungsangebote für Kolleg:innen
Etablierung von UK-Kursen zur intensiven Kommunikationsförderung
Im Fach „Digitale Medien” erlernen die Schüler:innen den sicheren Umgang mit digitalen Endgeräten und erwerben multimediale Kompetenzen. Das Ziel besteht darin, die Schüler:innen auf ein selbstständiges Leben in der modernen Gesellschaft vorzubereiten. Fachübergreifender Unterricht ergänzt die digitalen Lerninhalte und fördert die Medienkompetenz in unterschiedlichen Kontexten.
Der Unterricht basiert auf dem schulinternen Curriculum für Digitale Bildung an der Maximilian-Kolbe-Schule, den bayerischen Lehrplan für den Förderschwerpunkt geistige Entwicklung sowie dem Medienkompetenzrahmen NRW.
Jede Lehrkraft verfügt über ein eigenes iPad, mit dem sich Inhalte drahtlos auf die Smartboards übertragen lassen. In jeder Klasse stehen für die Schüler:innen zusätzliche iPads zur Verfügung, ergänzt durch vier ausleihbare iPad-Koffer für flexible Einsätze. Darüber hinaus bietet die schuleigene Digitalwerkstatt eine vielfältige Ausstattung: von Robotik über kreatives Arbeiten mit dem FiloCut-System bis hin zu 3D-Druck und Lasergravur sowie Möglichkeiten zur Video- und Tonbearbeitung.
Schulinterne Fortbildungen für das Kollegium und die Schüler:innen rund um das Thema digitale Bildung. Zudem besuchen die Klassen regelmäßig die DASA Arbeitsweltausstellung, um den Einsatz digitaler Medien in der Berufswelt aus erster Hand zu erkunden.
Planung und Umsetzung der Digitalwerkstatt 2.0
Planung und Umsetzung einer neuen Website
Einrichtung eines digitalen Arbeitsplatzes für Lehrkräfte
Das Fach „Soziales Lernen” fördert die sozial-emotionale Entwicklung der Schüler:innen und trägt zur Vorbeugung von herausforderndem Verhalten bei. Die Schülerinnen und Schüler erwerben Kompetenzen für ein angemessenes Zusammenleben und eine konstruktive Teilhabe am Gemeinschaftsleben.
Zentrale Bereiche sind: Sozial-emotionale Stabilität, Wahrnehmung der eigenen Person und Biografie, Emotionale Kompetenzen und soziales Handeln, Gemeinschaftsleben und Leben in der Demokratie
Das Fach wird regelmäßig projektorientiert oder fächerübergreifend (Sachunterricht, Religion, Deutsch, Sport) umgesetzt. Dabei orientiert sich seine Gestaltung an den Richtlinien für entwicklungsbezogenen Unterricht in NRW sowie an den jeweiligen Fachvorgaben der beteiligten Unterrichtsfächer.
Inselraum: Individuelle Auszeiten für Schüler:innen zur Spannungsregulierung und gezielter Förderung
Klasse intensiv Outdoor: Intensivpädagogische Klassenangebote im Außenbereich
Der Musikunterricht bietet vielfältige Möglichkeiten, musikalische Fähigkeiten zu entdecken und auszubauen. In der Primarstufe und der Sekundarstufe I findet der Unterricht im Klassenverband statt. Er umfasst Singen, das Musizieren mit Instrumenten sowie kreative Ausdrucksformen wie Bewegung oder das Umsetzen von Musik in Bilder.
In der Berufspraxisstufe werden zusätzlich verschiedene AGs wie Chor, Pezziball-Trommeln, Gebärdenkaraoke oder Rollstuhltanz angeboten. In intensivpädagogischen Klassen wird Musik als basale Förderung eingesetzt, beispielsweise mit Klangschalen oder auf der Klanginsel.
Derzeit besteht noch kein direkter Bezug zu den nordrhein-westfälischen Richtlinien für den Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung” im Fach Musik. Ein eigenes Curriculum ist in Planung. Bis dahin orientiert sich der Unterricht am Bayerischen Lehrplan Musik.
Die Schule verfügt über ein umfangreiches analoges und digitales Instrumentarium. Ein besonderes Highlight ist die Klanginsel: Eine Vibrationsplatte, die Musik über den ganzen Körper erfahrbar macht. Der multisensorische Raum ermöglicht individuelle Musikerfahrungen, die auf den Entwicklungsstand und die Bedürfnisse der Schüler abgestimmt sind.
Ausbau vielfältiger musikalischer AGs und Ensemble-Angebote
Stärkung der Kooperation mit der Musikschule Lüdinghausen
Erweiterung des basalen Musikangebots
Im Gartenbauunterricht lernen die Schülerinnen und Schüler gängige gartenbauliche Arbeitstechniken kennen. Zu den Inhalten gehören die Kultur von Gemüse und Zierpflanzen im Freiland, die Pflege von Beeten und Kulturflächen, die Anzucht von Tomaten und Küchenkräutern sowie der Umgang mit Standardwerkzeugen.
In der Berufspraxisstufe werden zusätzlich motorbetriebene Geräte wie Rasenmäher, Heckenscheren und Freischneider thematisiert. Das Ziel besteht darin, gärtnerische Fähigkeiten zu entwickeln und berufliche Neigungen im Bereich Gartenbau auszuprobieren.
Der Unterricht orientiert sich an den Unterrichtsvorgaben für den zieldifferenten Bildungsgang „Geistige Entwicklung” in Nordrhein-Westfalen.
Der 1.000 m² große Schulgarten verfügt über fünf Hochbeete, Rasenflächen, Staudenrabatten und Beerenobststräucher. Zu den Gebäuden im Gartenbereich zählen ein Tierhaus, eine Remise mit Werkzeugschuppen sowie ein Backhaus mit Steinofen. Außerdem stehen ein Gartenarbeitsraum für Maschinen und Materiallagerung sowie zwei große Sitzgruppen für Schüler:innen zur Verfügung.
Aufbau eines praxisnahen, funktionalen Schulgartens
Vermittlung gärtnerischer Grundfertigkeiten und Gerätesicherheit
Förderung von Verantwortungsbewusstsein und Teamarbeit
Im Werkunterricht wird der Umgang mit verschiedenen Materialien wie Holz, Metall, Papier und Kunststoffen vermittelt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Montagearbeiten, die für die spätere Arbeit in Werkstätten relevant sind. Das Ziel besteht darin, die Schüler:innen dazu zu befähigen, sachgemäß mit Werkzeugen und Materialien umzugehen, Arbeitsschritte zu erfassen und den Gesamtzusammenhang bei der Erstellung von Produkten zu verstehen. Der Unterricht fördert Handlungs-, Material-, Methoden- und Sozialkompetenzen.
Der Unterricht orientiert sich am Lehrplan NRW für den Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung.
Die Werkräume in Haus 11 verfügen über eine hochwertige maschinelle und werkzeugtechnische Ausstattung und werden vorrangig von Schüler:innen der Berufspraxisstufe genutzt.
Ein zusätzlicher Maschinenraum dient als Vorbereitungsraum. Der Werkraum in Haus 5 steht den unteren Jahrgangsstufen zur Verfügung. Für Montageübungen gibt es Ausleihwagen mit Materialien wie Sortiermaterialien, Konstruktionsbaukästen (zum Beispiel Fischer-Technik, Lego Mindstorms, GraviTrax) sowie strukturierte Arbeitskisten (StArK) für intensivpädagogische Schüler:innen.
Klassen der Berufspraxisstufe übernehmen Auftragsarbeiten für andere Klassen, beispielsweise die Montage von Förder- und Spielmaterialien oder Papierarbeiten.
Etablierung sicherer, funktionaler Werk- und Maschinenräume
Aufbau eines breiten Materialpools für unterschiedliche Alters- und Kompetenzstufen
Förderung praxisnaher Montage- und Fertigungsfähigkeiten
Der Arbeitskreis Autismus unterstützt Schüler:innen mit Autismus durch individuelle Förderangebote. Ziel ist es, Sensibilität für ihre besonderen Bedürfnisse zu schaffen, geeignete Förderbedingungen zu entwickeln und Fallberatung anzubieten.
Der Mathematikunterricht umfasst die vier Bereiche „Zahlen und Operationen”, „Raum und Form”, „Größen und Messen” sowie „Daten und Wahrscheinlichkeiten”. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln grundlegende mathematische Fähigkeiten wie Mengen- und Zahlverständnis, Orientierung im Raum, den Umgang mit Zeit, Geld und Maßen sowie das Lesen und Nutzen von Daten und Diagrammen. Gleichzeitig werden prozessbezogene Kompetenzen wie Problemlösen, Kommunizieren und Modellieren geschult. Der Unterricht ist handlungsorientiert und auf die verschiedenen Lernniveaus abgestimmt.
Der Unterricht basiert auf den Unterrichtsvorgaben des Landes NRW für den Bildungsgang „Geistige Entwicklung” sowie auf dem schulinternen Lehrplan der Fachkonferenz Mathematik.
Der Mathematik-Medienraum bietet zahlreiche Materialien zu allen Lernbereichen, die regelmäßig aktualisiert werden. Ergänzende Fachliteratur ist im Lehrerzimmer verfügbar.
Einmal jährlich findet für die Klassen E1 bis K9 ein Mathematik-Projekttag zu Themen wie „Geometrie & Kunst” oder „Problemlösestrategien” statt.
Kontinuierliche Erweiterung und Aktualisierung des Mathematik-Medienzentrums
Entwicklung und Fortschreibung des schulinternen Arbeitsplans
Stärkung handlungsorientierter Unterrichtsformen
Die Basale Förderung unterstützt die Schüler:innen in den Bereichen Wahrnehmung, Bewegung und Selbstversorgung. Sie findet in allen Stufen statt, schwerpunktmäßig im Kursunterricht und nach individuellem Bedarf. Zu den zentralen Inhalten gehören:
Der Unterricht basiert auf den Unterrichtsvorgaben des Landes NRW für den Bildungsgang Geistige Entwicklung mit dem Schwerpunkt Entwicklungsbereiche sowie auf dem schulinternen Leitfaden der Fachkonferenz Basale Förderung.
Die Schule verfügt über einen Snoezelenraum, zwei reizarme Dunkelräume, diverse Ruheräume mit Bällchenbädern und eine Klanginsel. Außerdem können Klangschalen ausgeliehen werden.
Wöchentliche AGs: Rollstuhltanz und Pezziball-Trommeln
Etablierung vielfältiger, individuell angepasster Förderangebote
Ganzheitliche Förderung der Wahrnehmung, Bewegung und Selbstversorgung
Die Inhalte des Fachs Sport werden aus dem Entwicklungsbereich Wahrnehmung und Bewegung aufgegriffen und differenziert. Das Angebot der motorischen Zugangsweisen reicht von grundlegenden Bewegungserfahrungen im Bereich der Psychomotorik über gesundheitsfördernde Aktivitäten bis zur Entwicklung sportartspezifischer Techniken und individueller sportlicher Leistungen. Mit dem Sportunterricht verbinden sich zwei wesentliche Zielsetzungen:
Zu Grunde liegt derzeit noch der bayerische Lehrplan Plus für den Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. In Zukunft wird sich auf die in Entwicklung befindlichen neuen Lehrpläne des Landes Nordrhein-Westfalen bezogen.
Die Einrichtung verfügt über ein Sportgebäude mit Turnhalle, Gymnastikhalle, Luftkissenraum und Therapiebecken. Zudem stehen eine Multisportanlage und ein Outdoor-Luftkissen zur Verfügung. Regelmäßig genutzt werden auch die Turnhalle der Gesamtschule und das Schwimmbad in Lüdinghausen. Für weitere sportliche Aktivitäten stehen der Sportplatz des FC Nordkirchen, mobile Kletter- und Seilaufbauten sowie eine Bogenschießausrüstung bereit. Gelegentlich werden außerdem der Bogensportplatz in Nordkirchen und der Hochseilgarten in Dülmen genutzt.
Neben dem regulären Sportunterricht bietet die Schule psychomotorische Angebote, Luftkissenübungen, Klettern, Bergwandern, Skilanglauf, alpinen Skilauf und erlebnispädagogische Aktivitäten sowie Sport-AGs an. Die Fachkonferenz Sport organisiert ein jährliches Leichtathletik-Sportfest, ein Spiel- und Sportfest der Klassen E1–K4 gemeinsam mit der Mauritius-Grundschule sowie ein Bezirks-Sport- und Schwimmfest mit sechs weiteren Förderschulen. Zudem nimmt die Schule regelmäßig an Special-Olympics-Veranstaltungen, einschließlich regionaler und nationaler Winterspiele, teil und führt alle zwei Jahre einen Sponsorenlauf durch.
Etablierung eines kooperativen Sportfestes mit der Grundschule Nordkirchen
Teilnahme am Bezirkssport- und Schwimmfest
Der Arbeitskreis „Tiergestützte Pädagogik” ist für die konzeptionelle Weiterentwicklung der tiergestützten Angebote an der Maximilian-Kolbe-Schule zuständig. Im Vordergrund stehen dabei Vernetzung, Fortbildung, pädagogische Planung und Öffentlichkeitsarbeit.
Der Arbeitskreis „Tiergestützte Pädagogik” ist für die konzeptionelle Weiterentwicklung der tiergestützten Angebote an der Maximilian-Kolbe-Schule zuständig. Im Vordergrund stehen dabei Vernetzung, Fortbildung, pädagogische Planung und Öffentlichkeitsarbeit.
Der Unterricht orientiert sich an den Grundlagen des Deutschen Kuratoriums für Therapeutisches Reiten (DKThR) in den Bereichen Therapeutische Pferdepädagogik und Voltigieren.
Schulhunde werden als Lernbegleiter eingesetzt, um die ganzheitliche Entwicklung der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Das Ziel besteht darin, eine positive Lernatmosphäre zu schaffen, Ängste abzubauen, Empathie und Selbstbewusstsein zu fördern sowie Sachwissen zum Thema Hund zu vermitteln.
Es erfolgt eine Orientierung am schuleigenen Konzept für Schulhunde aus dem Jahr 2019, das Leitlinien zu den Themen Ausbildung, Hygiene, Rituale und Einsatzplanung enthält.
Der Hauswirtschaftsunterricht unterstützt die Schüler:innen bei der Entwicklung lebenspraktischer Selbstständigkeit. Der Fokus liegt auf den Bereichen Ernährung, Zubereitung von Speisen, Haushaltsführung, Verbraucherverhalten und Umgang mit Haushaltsgeräten.
In der Primarstufe liegt der Schwerpunkt auf Grundfertigkeiten und der Anbahnung hauswirtschaftlicher Tätigkeiten. In der Sekundarstufe I wird das selbstständige Arbeiten geübt, es werden Mahlzeiten zubereitet und das gesamte Spektrum hauswirtschaftlicher Tätigkeiten behandelt.
In der Berufspraxisstufe ist Hauswirtschaft Teil des Bereichs „Wohnen” mit den Schwerpunkten Hygieneregeln, Haushaltspflege, Umgang mit Arbeitsgeräten, Haushaltsplanung, Einkauf, Esskultur und Wäschepflege. Ziel ist es, Kompetenzen für eine selbstständige Lebensführung und berufliche Vorbereitung zu vermitteln.
Der Unterricht orientiert sich am schuleigenen Lehrplan der Fachkonferenz Hauswirtschaft.
Drei modern ausgestattete Lehrküchen mit unterschiedlichen Arbeitshöhen ermöglichen ein praxisnahes und aufbauendes Lernen. Die Ausstattung ist an die Bedürfnisse und das Lebensalter der Schüler:innen angepasst und unterstützt wiederholendes, festigendes Üben.
Aufbau und Festigung hauswirtschaftlicher Grund- und Aufbaukompetenzen
Etablierung funktionaler, praxisnaher Lernräume
Der Kunstunterricht fördert vielfältige Gestaltungsprozesse sowie den Umgang mit Kunstwerken. Beim räumlichen und flächigen Gestalten sowie bei der Arbeit mit visuellen Medien nehmen die Schüler:innen Materialien, Arrangements und Gesamtwerke mit allen Sinnen wahr.
Sie probieren unterschiedliche Werkzeuge und Techniken aus, nutzen bei Bedarf angepasste Werkzeuge und trainieren die Handhabung, Ausdauer und Krafteinteilung.
Durch die Organisation ihres Arbeitsprozesses, die Strukturierung ihres Arbeitsplatzes, die Bewertung ihrer Ergebnisse und den Austausch während der Gestaltung werden kognitive, kommunikative, emotionale und soziale Kompetenzen geschult.
Der Unterricht orientiert sich einerseits an den Unterrichtsvorgaben für den zieldifferenten Bildungsgang „Geistige Entwicklung” in Nordrhein-Westfalen und andererseits am „Bayerischen LehrplanPlus Förderschule – Förderschwerpunkt geistige Entwicklung”.
Für das Fach stehen drei umfassend ausgestattete Fachräume zur Verfügung: ein Kunst- und Tonraum mit Brennofen sowie zwei Werkräume. Zusätzlich findet der Unterricht auch in den Klassenräumen statt.
Etablierung praxisnaher, vielfältiger Kunstangebote
Förderung gestalterischer, kognitiver und sozialer Kompetenzen
Im Fach Tierhaltung lernen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Haus- und Nutztierrassen kennen. Sie beteiligen sich aktiv an Pflegearbeiten im Schulgarten und im Streichelzoo. Sie erwerben Kenntnisse über Stalleinrichtungen, Futtersorten und den artgerechten Umgang mit Tieren.
Die Tierhaltung ist zudem in die tiergestützte Pädagogik integriert. Dadurch werden Verantwortungsbewusstsein, Arbeitskompetenzen und praktische Erfahrungen für zukünftige berufliche Tätigkeiten im Bereich Landwirtschaft oder Tierpflege vermittelt.
Der Unterricht orientiert sich an den Unterrichtsvorgaben für den zieldifferenten Bildungsgang „Geistige Entwicklung” in Nordrhein-Westfalen.
Die Maximilian-Kolbe-Schule verfügt über zwei Standorte, die einem Hof ähneln, und auf denen Haus- und Nutztiere gehalten werden. Dazu gehören Geflügel, Ziegen, Meerschweinchen, Esel und Ziervögel in einer Voliere. Dieses Angebot wird in der Berufspraxisstufe, im Sachunterricht sowie im Rahmen der tiergestützten Pädagogik genutzt.
Etablierung eines praxisnahen, artgerechten Tierhaltungskonzepts
Förderung von Verantwortungsbewusstsein und praktischen Fertigkeiten
Im Fach Textiles Gestalten lernen die Schülerinnen und Schüler den kreativen Umgang mit Farben, Formen und Materialien. Ziel ist es, ihnen Freude am Gestalten zu vermitteln und sie zu kompetenten Alltagsakteur:innen auszubilden.
Die Inhalte umfassen textile Grundtechniken wie Nähen, Stricken, Häkeln, Filzen und Sticken. Gleichzeitig werden theoretische Prozesse wie Denken, Recherchieren, Argumentieren und Diskutieren angeregt. Der Unterricht fördert die Feinmotorik sowie taktile und haptische Erfahrungen und verbessert die manuelle Geschicklichkeit.
Der Unterricht orientiert sich an den Lehrplänen für den Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung” in Bayern und Niedersachsen.
Die Schule verfügt über gut ausgestattete Fachräume mit elektrischen Näh- und Stickmaschinen. Zusätzlich gibt es Ausleihkisten für textile Grundtechniken sowie das Angebot „Textiles sinnliches Erleben“ für intensivpädagogisch geförderte Schüler:innen. Das Angebot wird durch Fachliteratur ergänzt.
Etablierung praxisnaher, kreativer Unterrichtsangebote
Förderung der Feinmotorik und kreativen Ausdrucksfähigkeit
Im Religionsunterricht begegnen Schüler:innen verschiedener Glaubensrichtungen einander achtsam und interreligiös. Sie erwerben grundlegende Kenntnisse über Religion, Glauben und Traditionen, lernen Gott als Schöpfer und Begleiter kennen und entwickeln ihre religiösen Kompetenzen weiter. Der Unterricht stärkt das Selbstvertrauen und die Lebenszuversicht der Schüler:innen und fördert einen solidarischen und wertschätzenden Umgang miteinander. Die Schülerinnen und Schüler lernen, die Welt sensibel wahrzunehmen, die Schöpfung zu achten und verantwortungsvoll zu handeln. Religiöse Inhalte werden durch sinnliches, praktisches Lernen mit dem eigenen Leben verbunden und Feste sowie Rituale des Kirchenjahres prägen das Schulleben.
Der Unterricht orientiert sich an den Unterrichtsvorgaben für den zieldifferenten Bildungsgang „Geistige Entwicklung” (2022), am Grundlagenplan für den katholischen Religionsunterricht an Schulen für geistig Behinderte sowie am Lehrplan des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen.
Der Unterricht findet überwiegend im Klassenraum statt. Zusätzlich steht der Raum der Stille zur Verfügung, ein Ort, der interreligiös genutzt werden kann und zum Abschalten, Beten, Erinnern, Meditieren und Nachdenken einlädt. Für Gottesdienste oder Feste können die örtlichen katholischen und evangelischen Kirchen genutzt werden. Unterrichtsmaterialien und Bücher befinden sich im Medienraum und in der Bibliothek.
Etablierung praxisnaher, kreativer Unterrichtsangebote
Förderung der Feinmotorik und kreativen Ausdrucksfähigkeit